Das Auto richtig packen

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Eine der größten Gefahren, wenn man mit dem Auto in den Urlaub fährt, ist das eigene Gepäck, das man mittransportiert. Schlecht gesicherte Gepäckstücke können bei einem sonst eher harmlosen Auffahrunfall schnell zu einem gefährlichen Geschoss im Wageninneren werden. Doch auch ohne Unfall kann einen ein falsch beladenes Auto teuer zu stehen kommen, wenn man in eine Verkehrskontrolle gerät. Die Bußgelder können bis zu 150 Euro betragen und es drohen 1 bis 3 Punkte in Flensburg.

Um beides zu vermeiden, erklären wir dir hier, wie du dein Auto sicher und verkehrstauglich packst.

1.       Schweres Gepäck nach unten

Gewichtige Gegenstände können bei einem Unfall nicht nur die stärkste Beschleunigung erreichen, sondern wirken sich auch auf die Stabilität des Autos während der Fahrt aus. Daher solltest du diese immer möglichst weit nach unten packen. Damit tust du auch deinem restlichen Gepäck einen Gefallen, das dann nicht unter dem Gewicht des größten Koffers zu leiden hat und du verlagerst nicht dem Schwerpunkt des Wagens nach oben, wodurch die Stabilität des Wagens nicht gefährdet wird.

2.       Leichte Gegenstände oben verstauen

Aus der ersten, ergibt sich die zweite Regel eigentlich schon automatisch: Desto leichter die Gepäckstücke und Gegenstände sind, desto weiter oben solltest du sie verstauen. Dort gehen sie nicht kaputt und stellen selbst keine Gefahr dar.

3.       Auch kleinste Ladung sicher verstauen

Auch kleine Teile können zu einem gefährlichen Geschoss im Wageninneren werden, daher sollten auch diese gut gesichert untergebracht werden. Entweder in einer großen Box sammeln oder im Handschuhfach, Seitentürentaschen oder ähnlichem unterbringen.

4.       Ladung verteilen

Am besten, bringt man die schweren Gegenstände und Koffer direkt an den Rücksitzlehnen unter, damit sie auch im Bereich nach vorne gesichert sind und ihnen so wenig Spielraum bleibt, zu verrutschen oder nach vorne zu schnellen. Das Gepäck sollte im Kofferraum möglichst gleichmäßig verteilt werden, um das Gewicht gleichmäßig über das Auto zu streuen. Wenn du mehrere große Gepäckstücke dabei hast, stelle sie lieber nebeneinander auf, weil gestapelte Ladung wesentlich einfacher verrutschen kann.

5.       Verwende ein Laderaumgitter oder ein Kofferraumnetz

Wenn du so viel Gepäck dabei hast, dass dieses die Höhe der Rücksitzlehnen überragt, solltest du es mit einem Laderaumgitter oder einem Kofferraumnetz sichern, damit die Gegenstände nicht in den Insassenbereich fliegen können.

6.       Ladung mit Gurten sichern

Um ein Verrutschen der Ladung zu verhindern, was nicht nur für Unordnung im Kofferraum sorgen würde, sondern auch zu gefährlichen Gewichtsverlagerungen in scharfen Kurven führen kann, sollte diese mit Decken und Zurrgurten gesichert werden. Die Gurte kannst du entweder über Kreuz oder eingefädelt in Zurrösen am Kofferraumboden anbringen und damit dein Gepäck stabilisieren.

7.       Glasflaschen Zuhause lassen

Getränke sind bei längeren Autofahrten unumgänglich, aber sollte man möglichst auf Glasflaschen verzichten, da solche sich bei einem Unfall in gefährliche Glassplitter verwandeln und somit eine riskante Gefahrenquelle darstellen. Stattdessen fülle die Getränke lieber in Plastikflaschen um oder verzichte beim Kauf unterwegs auf Getränke in Glasbehältern.

8.       Das Notfallset griffbereit haben

Bei einem Unfall ist es wichtig, das man schnell an das Notfallset kommt,. Um erste Wunden zu verarzten oder die Unfallstelle zu sichern. Normalerweise wird dieses Set in einer Kammer im Kofferraumbereich verwahrt. Dieser wird während der Fahrt aber vollgepackt sein, weshalb du das Set vor dem Beladen des Autos aus dem Kofferraum entnehmen und es an einer leichter zugänglichen Stelle (zum Beispiel unter dem Beifahrersitz) verstauen solltest.

9.       Für wenig Luftwiderstand sorgen

Das gilt zum Beispiel dann, wenn du dein Fahrrad mit in den Urlaub nehmen willst. Montiere von deinem Rad alles ab, das Luftwiderstand bieten könnte und transportiere das Fahrrad lieber mit einem Heckträger, als auf dem Autodach. Denn jeder Widerstand kostet dich mehr Sprit um vorwärts zu kommen, was bei einer längeren Autofahrt schnell deutliche Spuren im Geldbeutel hinterlassen kann. Aus dem gleichen Grund ist es ratsam, möglichst so zu packen, dass du keinen Dachgepäckträger brauchst. Packe daher nur das ein, was du auch wirklich brauchst. Somit verringerst du auch das zusätzliche Gewicht deines Autos, was dich nochmal Benzinkosten spart.

10.      Reifendruck und Leuchtweitenregelung anpassen

Durch das Gepäck verändert sich das Gewicht deines Autos gewaltig nach oben, das dazu führt, dass du bestimmte Einstellungen anpassen musst. Vor allem er Luftdruck sollte angepasst werden, damit sich dein Benzinverbrauch nicht unnötig erhöht und sich die Fahreigenschaften deines Autos nicht zu sehr verändern. Nähere Angaben zu deinem Reifendruck findest du in deinen Fahrzeugpapieren und deinem Tankdeckel. Die Leuchtweitenregelung muss von dir angepasst werden, um entgegenkommende Verkehrsteilnehmer nicht zu blenden. Durch die Last im Kofferraum neigt sich dein Auto nämlich leicht nach oben, wodurch die Leuchtkörper einen höheren Lichtkegel werfen. Diese musst du nun so weit nach unten verstellen, dass sie wieder wie gewohnt die Straße beleuchten.