Galizien – Zwischen Portugal und dem Atlantik

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Ganz im Nordwesten Spaniens, eingekeilt zwischen dem Atlantik und Portugal, liegt die autonome Gemeinschaft Galizien. Nahezu so groß wie Brandenburg leben in den vier Provinzen Pontevedra, A Coruna, Lugo und Ourense etwa 2,7 Millionen Spanier. Galizien ist besonders für seine raue Küste und die hohe Bergkette bekannt, welche die Region vom übrigen Land trennt. Jährlich pilgern Tausende von Menschen auf dem Jakobsweg nach Santiago de Compostela, wo der Pilgermarsch traditionell endet. Daneben finden hier vor allem Taucher und Surfer einen Ort zum Entspannen und auch viele Spanier selbst kommen in die Region, um ihre Ferien hier zu verbringen.

Die Geschichte von Galizien

Schon früh, vermutlich zwischen 25.000 und 16.000 vor Christus, wurde die heute autonome Region von ersten Menschen bevölkert. Gesichert ist, dass ab 700 v. Chr. der Stamm der Kelten immer wieder in Galizien einfiel und sich mit der dort ansässigen Bevölkerung vermischte. An dieser Stelle ist auch der Name der Region festzumachen. Er stammt von den keltischen Gallaekern, welche nach und nach das Land besiedelten. Erst ab 700 n. Chr. scheint die Region den kirchlichen Glauben für sich entdeckt zu haben. Bis dahin dominierten vor allem Heiden das Gebiet.

1833 übernahm die spanische Zentralregierung die Kontrolle über Galizien. Zu diesem Zeitpunkt wurde das Königreich Galicien aufgelöst und in vier Provinzen unterteilt. Da es wirtschaftlich schlecht um die Region stand, wanderten immer mehr Menschen aus – vorrangig nach Lateinamerika. Dieser Trend drehte sich erst 1980, als Spanien einen wirtschaftlichen Aufschwung erlebte.

Urlaub in Galizien

Wer im Nordwesten Spaniens Urlaub machen möchte, findet hier eine große Auswahl an Aktivitäten und eine große kulturelle Vielfalt. Lohnenswert sind nicht nur ausgedehnte Radtouren durch die Region, sondern auch ein Besuch des Hafens von Baiona. Hier gibt es die Nachbildung eines der Schiffe zu sehen, mit denen Christoph Kolumbus die Welt bereiste. Besonders interessant ist auch die Hauptstadt Santiago de Compostela. Die von der UNESCO als Weltkulturerbe ausgerufene Altstadt lädt hier zu einem gemütlichen Spaziergang ein und die Kathedrale ist mit ihren Reliquien immer einen Besuch wert. 

Randdaten zu Galizien

  • Verwaltungssitz: Santiago de Compostela
  • Fläche: etwa 29.000 Quadratkilometer
  • Einwohner: etwa 2,7 Millionen
  • Autonomie seit: 28.4.1981
  • Provinzen: Pontevedra, A Coruna, Lugo und Ourense
  • Bevölkerungsdichte: 93,5 Einwohner pro Quadratkilometer
  • Amtssprache: Galicisch und Spanisch